Im Fernsehen: „Die Besucher“ (USA 1971) von Elia Kazan (ZDF 12. Februar), der auf seine alten Tage mit bescheidenen technischen Mitteln außerhalb der etablierten Industrie ein Drehbuch seines Sohnes Chris verfilmt hat. Die bittere Parabolik der Geschichte – zwei Vietnam-Veteranen brechen in einen geordneten neuenglischen Haushalt ein – drängt sich nie in den Vordergrund. Die Verwüstungen, die der Krieg im amerikanischen Selbstverständnis hinterlassen hat, macht Kazan in bösen kalten Bilderfolgen sinnfällig: Es ist Winter geworden in Amerika, der Krieg setzt sich im eigenen Lande fort, Vietnam ist überall. HCB

„Mississippi Summer“ (USA 1970) von William Bayer (Nord III 10. Februar). „Der Salpeter-Krieg“ (Chile 1969) von Helvio Soto (Südwest III 10. Februar). „Ein Platz an der Sonne“ (USA 1951) von George Stevens (ZDF 10. Februar). „Rosa und Lin“ (BRD 1971/72) von Klaus Emmerich (ARD 13. Februar).

Annehmbar:

„Der Teufel kennt kein Halleluja“ von Mario Camus. Ein Italowestern, der die üblichen mexikanischen Kulissen verläßt und zum erstenmal klar erkennbar in Spanien spielt. Das alte Muster ist geblieben. Unterdrückte und hungernde Tagelöhner rebellieren gegen die Großgrundbesitzer. Der billig produzierte Agrar-Western ist am Anfang sehenswert, verheddert sich aber später in Geschwätzigkeit. Terence Hills Schauspielkunst ist außerdem sichtlich überfordert.

HPK

„Was Sie schon immer über Sex wissen wollten“ von Woody Allen. „Kopf oder Zahl“ von Uwe Brandner. „Das Schwert des gelben Tigers“ von Chang Cheh. „Ein achtbarer Mann“ von Michele Lupo.

Fragwürdig: