• Nahost

Während mehrseitige diplomatische Offensiven auf eine friedliche Lösung des Nahostkonfliktes zielen, ist ein neuer Putschversuch in Jordanien mißglückt. Der palästinensische Kommandoführer Abu Daoud, Mitglied im Oberkommando der Freischärlerorganisation Al Fatah, gab nach seiner Festnahme im jordanischen Fernsehen Sabotage- und Umsturz – Absichten zu. Die Abwesenheit König Husseins sollte dabei ausgenutzt werden.

Ein Sprecher der Al Fatah bestritt in Beirut, daß der Mann, der sich in dem Interview Abu Daoud nannte, mit dem Freischärler dieses Namens identisch sei. In Kairo appellierte Präsident Sadat an die jordanische Regierung, das Leben des festgenommenen Guerillas zu schonen. Die Palästinensische Befreiungsorganisation bestritt Staatsstreichabsichten in Jordanien. Die Guerillas hätten vielmehr von dort nach Israel eingeschleust werden sollen.

  • Nordirland

Die britische Regierung diskutiert Wege, die aus der Sackgasse des Extremismus in Nordirland herausführen können. Nach einer fünfstündigen Kabinettsdebatte verlautete am Montag inoffiziell, daß ein Weißbuch der Regierung ein größeres Mitspracherecht für die katholische Minderheit in Ulster vorsieht. Es sei auch damit zu rechnen, daß der Stormont, das im vorigen Jahr suspendierte nordirische Provinsparlament, wieder einberufen werden, soll, wenn auch in veränderter Form.

Die protestantischen nordirischen Loyalisten haben ein Angebot der katholischen „Sozialdemotratischen und Arbeiterpartei“ zu Gesprächen ausgeschlagen. Verhandlungen, so ließ es in ihrer Antwort, könnten „nicht hinter dem Rücken des Volkes“ geführt werden. Dazu bedürfe es eines Mandats durch das nordirische Parlament.

  • Griechenland