Zwei Freunde machen eine Bergtour. Ohne Seil. Der eine geht vor, plötzlich hört er hinter sich ein Krachen – es rauscht, ein schriller Schrei –, und als er sich umdreht, ist der Freund verschwunden. Da, wo er eben noch ging, gähnt eine Gletscherspalte. Starr vor Schreck faßt er sich nach einer Minute und brüllt in die Tiefe: „Was ist, lebst du noch?“ Keine Antwort. Er beugt sich über die Spalte und ruft noch einmal. Und da hört er, ganz fern, eine Stimme: „Ja!“ Er kann es nicht fassen. „Wie ist so was möglich“, ruft er halb entsetzt und halb erleichtert. Darauf die Stimme, jetzt noch leiser und noch weiter weg: „Ich fall’ noch!“

Ein Bulle steht mit seinem Sohn auf der Anhöhe. Beide schauen ins Tal, wo eine Kuhherde grast. Der Sohn kann es kaum erwarten, hinunterzulaufen. Er tänzelt herum, schnaubt wild und pufft den Vater an: „Auf, Pa, jetzt sausen wir runter und schnappen uns ein paar.“

„Nein, mein Sohn“, tadelt der Vater mit strenger Miene, „ganz gemütlich schlendern wir runter und nehmen alle!“