Amerika ist es offensichtlich Ernst mit dem Umweltschutz. Daß das Gesetz zur Reinhaltung der Luft (Clean Air Act) nicht nur demonstrativ gemeinte Worte sind und daß die Umweltschutzbehörde (Environmental Protection Agency, EPA) nicht nur Alibi-Funktionen erfüllen soll, zeigt der Ausgang eines Verfahrens zwischen der Umweltschutzbehörde und dem mächtigen Auto-Produzenten Ford.

Sieben Millionen Dollar muß die Ford Motor Company Strafe zahlen. Im vergangenen Jahr hatten die Autobauer versucht, die Umweltschützer hinters Licht zu führen. Statt serienmäßig ausgestattete Motoren zur Abgasuntersuchung der EPA vorzuführen, brachten die Ford-Ingenieure speziell für den Abnahme-Test frisierte Motoren mit. Bereits im April hatten die Beamten der EPA Verdacht geschöpft. Doch Ford wollte nicht gleich mit der Wahrheit heraus.

Die Ingenieure von Ford hätten sich die teure Strafe sparen können: In der Clean Air Act ist festgelegt, daß die Abgabe falscher Informationen wie ein kriminelles Delikt geahndet wird. Die Reue der Sünder schützt deshalb nicht vor der Strafe.

Damit Ford in Zukunft nicht wieder in Versuchung geführt wird, hat das Justiz-Ministerium gefordert, daß im Management ein Ressort für die Überwachung der Test-Abteilung eingerichtet wird. Die Kosten für diesen Direktoren-Posten werden immer an die mißlungene Manipulation erinnern. ei