Die Internationale Juristenkommission in Genfhat die griechische Polizei und Militärjustiz der Folterungen an Häftlingen bezichtigt. Bei den beiden Häftlingen Anastasios Minis und Stefanos Pantalakis liege der "bisher klarste und eindeutigste Fall" von Folterungen durch die griechische Militärjustiz vor. Zum Beweis der Vorwürfe dienten auch eidesstattliche Erklärungen dreier Zeugen aus der Bundesrepublik.

Der Generalsekretär der Juristenkommission, Niall Macdermot, bezeichnete die Prozeßführung in Athen gegen die beiden verurteilten Regimegegner als "skandalös". Inzwischen sind zwei Rechtsanwälte, die in der Vorwoche elf Studenten verteidigt hatten, ohne Angabe von Gründen verhaftet worden Die Studentenunruhen haben eine Solidaritätslawine unter griechischen Intellektuellen ins Rollen gebracht. Ober 700 bekannte Persönlichkeiten unterschrieben in den letzten Tagen eine Erklärung, in. der sie ihre Sympathie für die Forderungen der Studenten — mehr Freiheiten, größeres Mitspracherecht, Reform des Erziehungswesens — bekunden.

Die Regierung will zwar über die akademischen Probleme diskutieren, hat aber bisher - 96 Studenten zürn Militärdienst einberufen, -um die ärgsten Kritiker mundtot zu machen. 2000 Studenten verbarrikadierten sich dreißig Stunden in der Rechtsfakultät in Athen und protestierten durch einen Hungerstreik gegen das Dekret Nr. 1347, mit dem die Regierung diese Einberufungen stützt. Regime Papadopoulos in die Pressefreiheit eingegriffen. Den Chefredakteuren wurde auferlegt, die studentische Bewegung zu bagatellisieren.

nis der Nachbarstaaten Uganda und Kenia bewirkt die emotionale Politik des ugandischen Staatspräsidenten Amin. Nachdem Kenia schon die öffentliche Erschießung von zwölf angeblichen Guerillaswarnend mißbilligt hatte, sind zahlreiche Grenzbewohner vom Stamm der Luo nach Kenia geflohen. Der unbere chenbare General hatte sie pauschal der "Sabotagearbeit" bezichtigt. Die fortwährenden Krisenmeldungen über Uganda in der Weltpresse führen bereits — was Kenia besonders empfindlich macht —zu einem Rückgang des Ostafrika Tourismus. Amin kündigte eine Kabinettsumbildung an, da eine Anzahl hoher Regierungsbeamter ihre Posten verlassen haben. Nach den jüngsten Ereignissen hat das Zunehmende Spannungen im Verhält