Zum Streitpunkt des westöstlichen Kulturaustauschs, der Informationen und menschlichen Kontakte erklärte Radio Moskau:

„... Dabei werden immer wieder Versuche unternommen, die Sache hinzustellen, als wollten die Sowjetunion und die anderen sozialistischen Länder keinen Ausbau der kulturellen Zusammenarbeit und der Kontakte zwischen den Völkern und keine Verbreitung der Informationen. Leonid Breschnjew erteilte in seiner Rede auf der Festsitzung in Moskau anläßlich des 50. Jahrestages der Bildung der UdSSR solchen Erdichtungen eine gebührende Abfuhr:

‚Auch wir treten für den Ausbau der kulturellen Zusammenarbeit ein, aber natürlich nur dann, wenn diese Zusammenarbeit unter Achtung der Souveränität, der Gesetze und Sitten jedes Landes erfolgt und der gegenseitigen geistigen Bereicherung der Völker, der Zunahme des Vertrauens zwischen ihnen, der Durchsetzung der Ideen des Friedens und der guten Nachbarschaft dienen wird. Wir sind für eine Erweiterung des Touristenaustausches, wir sind für ausgedehnte Kontakte zwischen der Öffentlichkeit der verschiedenen Länder, für Begegnungen zwischen der Jugend. Kurzum: es gibt hier große Möglichkeiten, wenn man im Geiste der gegenseitige! Achtung und der Nichteinmischung in die Angelegenheiten des anderen, nicht aber von den Positionen des Kalten Krieges aus handelt...‘

Das bedeutet jedoch nicht, daß die UdSSR irgendwelche Befürchtungen im Zusammenhang mit dem Kampf gegen ihre Gegner an der ideologischen Front hat... Die ideologische Auseinandersetzung wird weiter vor sich gehen. Das wird aber ein Kampf von Philosophien und Weltanschauungen sein. Die Sowjetunion ist für den Ausbau der kulturellen Zusammenarbeit, für Kontakte und für die Verbreitung der Informationen; das muß jedoch dazu dienen, das Leben der Völker Europas interessanter und reiche zu gestalten, den Völkern einen leichteren, bequemeren Zugang zu den Kulturreichtümern aller Nationen zu ermöglichen, damit die freundschaftlichen Verbindungen zwischen ihnen zur Festigung des Friedens beitragen...“