Jeden Sommer taucht für Teichfischzüchter die Frage auf, wie viele Tiere wegen der Erwärmung des Wassers und des damit verbundenen Sauerstoffverlusts zugrunde gehen könnten. Dieses Problem scheint James Stone, Meereswissenschaftler an der Louisiane State University in Baton Rouge gelöst zu haben. Er hat eine Preßluftkanone entwickelt, mit dem das Fischsterben verhindert werden kann.

Fischzüchter könnten dem Übel auch abhelfen, indem sie die Anzahl der Fische pro Teich verringern. Das würde aber weniger Erträge bringen. Oder sie könnten Wasser in die Teiche pumpen, das mit Sauerstoff angereichert wurde; dies ist aber ein zu kostspieliges Verfahren.

Stones Erfindung ist wesentlich wirtschaftlicher. Die Kanone kostet etwa 180 Mark und kann an einen Kompressor angeschlossen werden, wie er an Tankstellen zum Aufpumpen von Autoreifen verwendet wird. Das Gerät ist 86 Zentimeter lang und setzt sich aus einem Magazin und einem „Blasengenerator“ zusammen, die sich beim Eintauchen in den Teich mit Wasser füllen.

Vom Kompressor aus wird Luft über ein flexibles Rohr in den Generator gepumpt, der aus zwei ineinanderstehenden Rohren besteht; das innere Rohr führt zur oberen Kammer, dem Magazin. Die Luft verdrängt nun das Wasser aus dem Generator, bis der Wasserspiegel das untere Ende des inneren Rohres erreicht und die Luft als eine einzige Blase zum Magazin aufsteigen kann.

Dieser Luftkolben drängt das darüberliegende Wasser aus der Kanone heraus; zusätzlich wird Wasser durch zwei Öffnungen an der Seite des Magazins hinter der Luftblase angesaugt. Durch die dabei entstehenden Turbulenzen tritt ein „Explosionseffekt“ auf und winzige Luftbläschen werden strahlenförmig in das Wasser des Teiches verstreut.