Tourismusbörse in Berlin: Zum siebten Mal lädt Berlin zur Internationalen Tourismusbörse ein. Bis zum 4. März treffen sich Reiseveranstalter, Ländervertretungen und Journalisten zum Allround-lnformationsgespräch. Erstmals ist auch die DDR mit einem Stand vertreten, auf dem das staatliche Reisebüro, die Reichsbahn, Interflug und die Mitropa einen Überblick über ihr Touristikangebot geben wollen. Auch die Sowjetunion, Polen, die CSSR, Bulgarien, Ungarn, Rumänien sowie viele Entwicklungsländer nehmen an der Börse teil.

Kunst in Ravenna: Wer sich für Mosaiken interessiert, findet sein Mekka in Ravenna. Die Kunstwerke der Kirche San Vitale und des Baptisteriums der Orthodoxen gehören zum Schönsten, was es auf diesem Gebiet in Europa gibt. Für alle, die darüber etwas mehr wissen möchten, als man bei einer normalen Stadtführung erzählt bekommt, bietet das internationale Studienzentrum für Mosaiken-Unterricht in diesem Jahr wieder vier Sommerkurse an. Sie stehen unter der Schirmherrschaft der Kunstakademie von Ravenna, teilnahmeberechtigt sind Kunstinteressierte von 14 bis 50 Jahren. Sie wohnen im Lido Adriano, zehn Kilometer von Ravenna entfernt, am Meer und müssen für Unterricht und Logis umgerechnet rund 300 Mark bezahlen. Nähere Auskünfte bei: Segreteria del CISIM, Azienda Autonoma di Soggiorno e Tourismo (Kurverwaltung), Via S. Vitale 2, 481 00 Ravenna.

Touristenstagnation: Entgegen den Erwartungen des Fremdenverkehrsgewerbes in der Bundesrepublik sind die Olympischen Spiele ohne größere Wirkung auf den Inlandsreiseverkehr geblieben. Zwar haben die Übernachtungen der US-Amerikaner, die nach den Niederländern (19 Prozent) den zweitgrößten Anteil (17 Prozent) stellen, um drei Prozent zugenommen, der Ausländerbesuch aus den EWG-Ländern aber hat sich nicht verändert, und der aus den EFTA-Staaten ist sogar um drei Prozent zurückgegangen. Im Sommerhalbjahr 1972 wurden aus 2800 Berichtsgemeinden dies Bundesgebietes insgesamt 142,8 Millionen Übernachtungen gemeldet, damit sind gegenüber dem Sommerhalbjahr 1971 nur geringfügige Änderungen eingetreten. Während die Großstädte weniger Touristenbesuche zu verzeichnen haben, stieg die Zahl der Übernachtungen in den Erholungsorten um knapp fünf Prozent, in den Seebädern ging sie dagegen um sechs Prozent zurück.

Pygmäen und Berggorillas: Mit der „Großen Afrika Safari“ nach Kenia–Tansania–Ruanda–Kongo für rund 4000 Mark plädieren die Oekumenischen Studienreisen für einen Afrika-Tourismus, der „echte Erlebnisse“ offeriert. Das Sommerprogramm des Frankfurter Veranstalters bietet neben konventionellen Reisezielen in Griechenland, England und Frankreich vor allem die Sowjetunion, den Fernen und Nahen Osten an. Eine Fahrt von Amman über Akaba bis Jerusalem kostet zum Beispiel 1275 Mark, und für junge Leute gibt es spezielle Libanon-Angebote: Internationale Work Camps oder „Ferien mit Kunsthandwerk“ in einem alten Kloster 35 Kilometer von Beirut entfernt. Informationen: Oekumenische Studienreise-Gesellschaft, 6 Frankfurt am Main 70, Johanna-Melber-Weg 23.