Wenn Sie Schallplatten kaufen, dann – Unbedingt:

„Dusty Springfield – See All Her Faces“; Philips 6308 117 D, 22,– DM

Der deutsche Schlager sei gar nicht schlechter, meist besser als der ausländische? Jedes dieser fast durchweg angelsächsischen Lieder ist einfallsreicher erfunden, und ich wüßte auf Anhieb keine deutsche Schlagersängerin zu nennen, die es mit Dusty Springfield aufzunehmen vermöchte. Die sehr musikalische Engländerin beherrscht den Umgang mit ihrer Stimme, die reichlich vorhanden, ziemlich ausdrucksvoll und obendrein im Timbre „dusty“ ist. Die Orchester-Arrangements sind dem Naturell der Sängerin angepaßt.

Nach Möglichkeit:

„Wiener Tänze des Biedermeier“; Ensemble Eduard Melkus; Deutsche Grammophongesellschaft Archiv Produktion 2533 134, 25,– DM Wer ein Ohr hat für derlei U-Musik von Franz Schubert und Ludwig van Beethoven, von Joseph Lanner, Ignaz Moscheies und Michael Palmer, fühlt sich bisweilen sogar animiert, die heute gemächlich wirkenden Tänze nicht bloß im Sitzen anzuhören. Eine hübsche Idee, Beispiele dieser sehr wienerischen Musik aus der ersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts auf einer Platte zu versammeln. Das Melkus-Ensemble spielt sie ganz unprätentiös. Kleine Entdeckung: die Deutschen Tänze des Klavierspielers Moscheies.

Vielleicht:

„Ibliss: Supernova“; Buechel, N. und W. Buellmeyer, Homann, Hammoudi; aamok-Spiegelei (2 Hamburg 39, Rondeel 29) 28501–5 U, 22,– DM