Hamburgische Landesbank: Gut verdient

Für 1972 weist die Hamburgische Landesbank – Girozentrale – einen auf 15,6 ( + 6) Millionen Mark gestiegenen Jahresüberschuß aus. Die erstaunliche Besserung der Ertragslage geht nicht nur auf das erweiterte Geschäft, sondern auch auf Sondereinflüsse zurück, die sich in diesem Jahr nicht unbedingt wiederholen müssen. Dank der Liquiditätsfülle im Kreditapparat konnte sich die filiallose Landesbank billig refinanzieren. Es kam zu einer besseren Zinsspanne im Kreditgeschäft. Die Bilanzsumme erhöhte sich um 19 Prozent auf 6,4 Milliarden Mark, das Kreditvolumen nahm um 801 Millionen auf 6,2 Milliarden Mark zu.

Appel: Von Südzucker eingekauft

Die Süddeutsche-Zucker AG in Mannheim hat die qualifizierte Mehrheit an der H. W. Appel-Feinkost AG, Hannover, übernommen. Die zu geringe Eigenkapitaldecke des fast 100 Jahre in Familienbesitz befindlichen Feinkostunternehmens reichte nicht aus, die notwendige Umstellungs- und Investitionsphase zu verkraften. Den freien Aktionären soll ein Umtauschangebot gemacht werden.

KHD: Dividende wird gekürzt

Eine erneute Dividendenkürzung kündigt die Klöckner-Humboldt-Deutz AG (KHD), Köln, In einem Aktionärsbrief an. Für 1971 war das alte Grundkapital von 135 Millionen Mark mit einer Dividende von sechs Mark je 50-Mark-Aktie bedient worden. Für 1972 hat sich ein erheblicher Betriebsverlust ergeben. Der für eine Dividendenausschüttung notwendige Überschuß könne nur durch aperiodische und „außerordentliche“ Erträge – also wahrscheinlich nur durch Realisierung von Substanz – ausgewiesen werden. Ob sich das Geschäft in diesem Jahr bessert, vermag der Vorstand nicht zuzusichern.

Neelmeyerbank: Hohe Zuwachsrate