Nachdem bereits Umweltschützer gegen den geplanten Bau einer 800 Meilen langen Pipeline von den nördlichen Erdölfeldern Alaskas zum südlichen eisfreien Hafen Veldez protestiert hatten, stoppte nun das US-Appellations-Gericht die Erdöl-Rohrleitung.

Von den Leitungsplanern, unter anderem British Petroleum (BP) und die Standard Oil Company of Ohio (Sohio) wurden, für die Pipeline-Trasse Geländestreifen bis zu 146 Fuß Breite vorgesehen. Nach dem Mineral Leasing Act aus dem Jahre 1929 indes, so entdeckten die Appellationsrichter, sind nur 54 Fuß gesetzlich zugelassen. Nur eine Gesetzesänderung kann nun den Baubeginn gewährleisten.

Die wichtigsten beteiligten Firmen, BP und Sohio, haben sich unterdes schon auf die neue Sachlage eingerichtet. Die gegenseitigen Verträge, nach denen BP ab 1978 rund 600 000 Barrels Rohöl pro Tag liefern soll, wurden um sechs Jahre auf den 1. Januar 1984 verlängert. Die US-Regierung hat inzwischen gegen den richterlichen Entscheid Einspruch erhoben, um zu verhindern, daß der Gesetzgeber den Fall entscheiden muß.

Doch selbst wenn die gesetzliche Basis geschaffen würde, müßten die Umweltschützer, die bei einem eventuellen Leitungsbruch erhebliche Schäden für die arktische Tundra befürchten, noch nicht aufgeben. Das Appellationsgericht hat – wegen der gesetzlichen Einwände nach dem Mineral Leasing Act – die Argumente der Umweltschützer noch gar nicht gehört. gf