Immer neue Preiserhöhungen auf dem Markt für Frühstücksspezialitäten veranlaßten 1971 die britische Regierung, die Monopolkommission mit einer Untersuchung der Branche zu beauftragen. Ergebnis: Kelloggs muß ab sofort Preiserhöhungen für Cornflakes und ähnliche Produkte vom Departement of Trade and Industry genehmigen lassen. Zugleich sollen regelmäßige Informationen über Einkaufspreise, Kosten, Marktanteil und Profit gewährleisten, daß die Gewinne im Rahmen bleiben.

Insgesamt verspeisen die Inselbewohner jährlich 165 000 Tonnen Maisprodukte (Cornflakes) und bezahlen dafür 60 Millionen Pfund. Hauptnutznießer dieser Nachfrage ist Kelloggs mit 60 Prozent Marktanteil.

Für jedes Paket Cornflakes kassiert Kelloggs 7,83 Pence. Die Herstellungskosten werden mit 4,73 Pence angegeben; 40 Prozent davon entfallen auf Rohmaterialien, 30 Prozent auf die Verpackung und nur fünf Prozent auf Löhne und Gehälter. Der Rest von 25 Prozent umfaßt Verschiedenes – die Times mutmaßt, daß sie für Werbung ausgegeben werden.

Der Profit – bezogen auf das eingesetzte Kapital – ist so groß, daß ihn selbst die in Urteilen immer recht zurückhaltende Monopolkommission als „exzessiv“ bezeichnete. Der Gewinn liegt heute bei 26 Prozent. Zu Beginn der sechziger Jahre erzielte Kelloggs noch Profitraten von 70 Prozent, während sie zwischen 1966 und 1971 bei 46 Prozent lagen.