Wenn Sie Schallplatten kaufen, dann – Unbedingt:

Béla Bartók: „Musik für Saiteninstrumente, Schlagzeug und Celesta“ / Igor Strawinsky: „Apollon Musagète“; Berliner Philharmoniker, Leitung: Herbert von Karajan; Deutsche Grammophon Gesellschaft 2530065, 25,– DM Vor gar nicht einmal so langer Zeit hat Karajan die Bartok-Musik bei Electrola eingespielt – die beiden Aufnahmen zu vergleichen, ist hochinteressant. Die neue Version zeigt noch stärker Karajans Neigung, Streicherphrasen bis ins äußerste auszufeilen und aus den langgezogenen Linien ein ungeheuer dichtes Netz anzulegen. Aufregend vor allem die langsame, fast unheimlich wirkende Steigerungsarchitektur im ersten Satz. Für mich eine der besten Karajan-Aufnahmen seit langem.

Nach Möglichkeit:

Dmitri Schostakowitsch: „24 Präludien und Fugen“; Tatjana Nikolajewa (Klavier); melodia-eurodisc 86 119 XGK, 48,– DM

Das „Wohltemperierte Klavier“ des zwanzigsten Jahrhunderts. Nicht so sehr ein Kompendium der Klavierkunst wie etwa die Präludiensammlungen bei Chopin oder Debussy, sondern mehr Form- und Charakterstücke, über Rhythmen, Tonarten, Stimmungen, dazu ein wenig Programmusik. Der Komponist hat die Einspielung durch eine seiner Musik sehr vertraute Moskauer Klavierpädagogin selber überwacht – eine präzise und farbige, aber poetische Aufnahme, die unser Schostakowitsch-Bild in einem wesentlichen Punkte erweitert.

Vielleicht:

Béla Bartók: „Der wunderbare Mandarin Tanzsuite“; New York Philharmonie Orchestra, Leitung: Pierre Boulez; CBS 73031, 25,– DM