In diesen Wochen ist das Währungsrisiko bei Auslandsanlagen dem deutschen. Sparer wieder einmal schmerzhaft vor Augen geführt worden. Sämtliche Dollar-Aktien sind durch die zehnprozentige Dollar-Abwertung für deutsche Anleger entsprechend im Wert gesunken. Es sei denn, die Dollar-Anlagen wurden kursgesichert, das heißt, es wurden Dollar vor Eintritt der Krise auf Termin zu den damals noch höheren Kursen verkauft und zu den gesunkenen Kursen wieder eingedeckt. Das hat zwar einiges gekostet, war aber dennoch besser, als „die Dinge laufen zu lassen“. Als deshalb die allerjüngste Währungskrise ausbrach, schritten viele Besitzer ausländischer Aktien innerhalb weniger Stunden zur „Kurssicherung“. Daraus erklärte sich zum Teil die plötzliche Dollar-Flutwelle, die von der Bundesbank bewältigt werden mußte.

Die unterschiedlichen Fonds-Ergebnisse in den ersten beiden Monaten dieses Jahres lassen nur den Schluß zu, daß bei den Fonds die Kurssicherung unterschiedlich gehandhabt worden ist. Am härtesten wurden von der Dollar-Abwertung. jene Fonds betroffen, die den größten Teil ihres Portefeuilles in Dollar-Aktien angelegt haben. So erklären sich die überdurchschnittlichen Werteinbußen bei dem Analytik Fonds (– 14,8 Prozent), beim Amerika Dynamik (– 14,7 Prozent) und beim Atlanticfonds (– 12,3 Prozent).

Mit einem erstaunlichen Zwei-Monats-Ergebnis kann der Fonds Gerling Dynamik aufwarten. Durch sein Plus von 7,5 Prozent ist er Spitzenreiter unserer Tabelle. Der Wertanstieg ist um so erstaunlicher, als am Jahresende 1972 immerhin rund 25 Prozent des Fondsvermögens in amerikanischen Aktien angelegt waren. Bei Gerling Dynamik ist man also mit dem Währungsproblem fertig geworden.

Hier wird der Beweis erbracht, daß Fonds, nach deren Satzung es erlaubt ist, weltweit zu investieren, keineswegs hilflos Paritätenänderungen ausgeliefert sind, sondern daß eine geschickte und weitsichtige Fondsverwaltung durch, rasche Verlagerung der Schwerpunkte einiges für den Sparer herausholen kann. Daß dies allerdings bei Gerling Dynamik in den vergangenen Jahren nicht immer der Fall gewesen ist, zeigt der in dieser Zeit eingetretene Wertverlust von 15 Prozent.

Bei den großen, überwiegend in deutschen Aktien investierenden Fonds ist im Februar etwa die Hälfte der im Januar eingetretenen Wertsteigerungen wieder verloren gegangen. Bei der Zusammensetzung der Fonds-Vermögen, sich im wesentlichen auf Standardaktien stützen, war das wohl unvermeidlich. Seitdem die Ausländer keine deutschen Aktien mehr erwerben dürfen, sind diese Werte noch schwerfälliger geworden.

K. W.