In der Schweiz gilt offenbar noch der gute Ruf des „made in Germany Mit einer großangelegten Werbekampagne haben die eidgenössischen Fordhändler eine Offensive auf potentielle Autokäufer gestartet. Kernsatz des Werbe-Feldzugs: „Aus Deutschland für die Schweiz gebaut.“

Tatsächlich gab es für die Fordhändler der Alpenrepublik in den letzten zwei Jahren wenig Anlaß zu Euphorie: Noch 1970 verkauften sie insgesamt über 36 000 Personenwagen, in der Hauptsache Capri, Taunus und Escort. Doch im nächsten Jahr ging der Absatz radikal auf 26 544 Fahrzeuge zurück, im letzten Jahr waren es gerade noch 20 242 Autos.

Gründe für diesen spektakulären Nachfragerückgang hatten die Händler schnell parat: Immer häufiger klagten Kunden über unsaubere Verarbeitung der neuen Personenwagen. Bei Ford fand man auch prompt die Schuldigen. Für die Schweiz werden Fordmobile in der Hauptsache aus England importiert, ergo wurde der zweifelhafte Ruf, der den streiklustigen englischen Automonteuren anhaftet, auch auf die Produkte mit dem internationalen Markenzeichen Ford übertragen.

Mit der Nachricht, daß nunmehr Ford „aus Deutschland für die Schweiz gebaut“ zum Verkauf stehen, wollen die Verkaufsmanager den sinkenden Absatztrend stoppen. Freilich, auch in der Vergangenheit kamen Escorts, Capris und Cortinas zum Teil schon aus Deutschland. Ford übernimmt deshalb nur für den Escort „eine weitere Garantie für tadellose Qualität und Verarbeitung“. edt