Zwei Hubschrauber-Piloten der Polizei in Nordrhein-Westfalen haben bestätigt, daß der Bundesgrenzschutz bei der Ausbildung schikanierende, unwürdige Methoden wie Schläge und Beschimpfungen anwende. Sie stützen damit die Vorwürfe des Vorsitzenden der Polizeigewerkschaft, Kuhlmann. Die beiden in Dortmund stationierten Piloten Mönch und Borgsmüller erklärten im Fernsehen, sie hätten darüber bisher aus Angst, ihr Lehrgangsziel beim Grenzschutz nicht zu erreichen, geschwiegen.

Während die Gewerkschaft gründliche Aufklärung durch einen parlamentarischen Untersuchungsausschuß fordert, hat der nordrhein-westfälische Innenminister Weyer sämtliche Unterlagen über eine dienstliche Befragung der Polizei-Hubschrauberpiloten dem Bundesinnenministerium zugeschickt.

Weyer bedauerte, daß die beiden Polizeibeamten keine Dienstaufsichts-Beschwerde eingelegt hätten. Zu den Vorwürfen müsse jetzt auch „die andere Seite“ angehört werden. Dabei handele es sich um den für die Ausbildung verantwortlichen Obersten Knorr vom Bundesgrenzschutz.

Kuhlmann behauptete, „einflußreiche Beamte“ im Bundesinnenministerium seien daran interessiert, „daß möglichst wenig, am besten gar nichts öffentlich bekannt wird“.