Immobilien mit Sex-Rendite

Vom ältesten Gewerbe der Welt können nun auch bundesdeutsche Renditejäger profitieren. Der Chef der deutsch/österreichischen „Anabella-Liegenschaften“-Gesellschaft, Kurt Kohls, errichtete bereits sechs „Erostessen-Heime“ in verschiedenen Städten der Bundesrepublik und Österreich. Nach seiner Devise: „Statt dunkler Geschäfte auf der Straße – Liebesdienst mit Charme in der Geborgenheit modern ausgestatteter Appartement-Häuser“, konnte Kohl im vergangenen Jahr 15 Prozent Rendite erwirtschaften. Zur Zeit verhandelt Kohl mit verschiedenen Nachbarländern um entsprechende Lizenzen, geplant ist sogar eine „Liebesinsel“ außerhalb Europas. Beteiligungen (ab 10 000 Mark) werden zur Hälfte grundbuchlich gesichert (Darlehen mit 12 Prozent Zinsen) und zur anderen Hälfte als KG-Beteiligung oder inkognito als stille Gesellschaftereinlage mit Stimmrecht verwendet.

Bremer Treuhand ganz vorn

Die älteste deutsche Gesellschaft für geschlossene Immobilienfonds die Bremer Treuhand – ist mit einem Fondsvermögen von 1196 Millionen Mark das größte deutsche Fondshaus. Als Treuhänder für die Fonds sind bisher die Bremer Landesbank, die Deutsche Bau- und Bodenbank sowie die Staatliche Kreditanstalt Oldenburg/Bremen aufgetreten und nicht – wie von uns in der letzten Ausgabe angegeben – die Deutsche Genossenschaftskasse.

Sparkassenbrief mit neun Prozent Rendite

Die Württembergische Landessparkasse gibt zur Zeit Sparkassenbriefe mit einem festen Zinssatz von 7,5 Prozent und einer Laufzeit von vier bis sechs Jahren in zwei Arten ab: Der normalverzinsliche Typ mit jährlicher nachträglicher Zinszahlung und der abgezinste Typ, dessen Zinsen für die gesamte Laufzeit vorab beim Kauf vom Wert abgezogen werden. Bei der zweiten Form wird zur Zeit ein Wertzuwachs von 9,093 Prozent bei sechs Jahren Laufzeit erzielt. Durch die zeitliche Verlagerung der Zinseinkünfte kann bestimmten Anlegern ein steuerlicher Vorteil erwachsen.