Als eines der ersten Geldinstitute der Bundesrepublik, so der VWD-Wirtschaftsspiegel, beteiligt sich die gewerkschaftseigene Bank für Gemeinwirtschaft (BfG) an der Anlagefinanzierung in der DDR. Doch was als Sensationsmeldung von renommierten Tageszeitungen übernommen und verbreitet wurde, hält die beteiligte Bank für ein ganz „normales Bankgeschäft“.

In der Tat sind Deutschlands Banken im innerdeutschen Handel nicht weniger engagiert als im sonstigen Außenhandel. Und dies nicht erst, seit Brandts Ostpolitik praktiziert wird. BfG-Sprecher Detweiler: „Im DDR-Geschäft sind wir schon lange drin.“

Freilich unterscheidet sich das Geschäft mit der DDR von dem mit anderen Ländern in einigen Punkten: Während die Finanzierung von Außenhandelsgeschäften in der Regel mit Bankenhilfe über die Frankfurter Ausfuhr- und Kreditanstalt (AKA) abgewickelt und abgesichert wird, ist für Geschäfte mit der DDR die „Gesellschaft zur Finanzierung von Industrieanlagen GmbH“ (Gefi) als Partner eingeschaltet. Die Gefi ist eine Tochtergesellschaft der AKA. Der Hauptgrund, weshalb die BfG zu Schlagzeilen kam, ist allerdings auf anderem Gebiet zu suchen: Finanzierungsvereinbarungen mit DDR-Lieferanten werden sonst nicht hinausposaunt, ei