Rund 260 000 Beschäftigte dürfen sich zur großen Fimilie der Mitsubishi-Belegschaft zählen Allein 80 000, so ermittelten die Manager des japanischen Elektrokonzerns, sind nicht richtig glücklich. Zwar können auch sie firmeneigene Einrichtungen wie Urlaubsheime oder diverse Fortbildungskurse benutzen, zum Ideal der Gemeinschaft indes fehlt ihnen eine Kleinigkeit: Sie sind nicht verheiratet.

Seit zwei Monaten nun bietet Mitsubishi seinen 80 000 Junggesellen einen besonderen Service, um ihnen zu mehr Glück zu verhelfen Die Personalmanager richteten einen firmeneigenen Heiratsmarkt ein. Wichtigster Heiratsvermittler: Ein IBM-Computer. Für 8000 Yen (rund 80 Mark), so wußte das US-Nachrichten-Magazin Time zu berichten, können kontaktsuchende Junggesellen beiderlei Geschlechts die Namen von zehn Arbeitskollegen oder -kolleginnen erhalten, die ihren Vorstellungen von einem Ehepartner entsprechen.

Diese Unterstützung auf dem Weg zum Glück ist freilich nicht uneigennützig, denn, so fanden die Eheplaner des Unternehmens heraus, es ist überaus günstig für das Unternehmen, wenn beide Ehepartner im gleichen Betrieb arbeiten. Das fordere nämlich das Verständnis für die Arbeit des anderen und damit erhöhen sich Arbeitswille und -Wirksamkeit.

Als ein Erfolg kann freilich das Unternehmen Ehestiftung noch nicht gelten: Bislang haben erst 260 Angestellte den Service in Anspruch genommen. Ein Dutzend Paare haben sich schon näher kennengelernt. Eine Mitsubishi-Ehe wurde bislang noch nicht geschlossen. gf