Wenn Sie Schallplatten kaufen, dann – Unbedingt:

Joni Mitchell: „For The Roses“; Asylum (EMI) 1C 062–93 984, 22,– DM

Auf ihrem fünften Album hat Joni Mitchell die Form des Folk Songs, von der sie einmal ausgegangen war, so sehr personalisiert und melodiös verfeinert, daß ihre Kompositionen unter die Gattung des Kunstliedes fallen. Ihre Songs sind autobiographische Poesie, ohne aufdringlich, larmoyant oder „tiefsinnig“ zu sein. Ihr unverblümter Romantizismus wird legitimiert durch die Sensibilität, mit der sie in wenigen Zeilen ein ganzes Panorama von Gefühlen glaubhaft beschreiben kann.

Nach Möglichkeit:

Jimmy Cliff, The Maytals und andere: „The Härder They Come“; Island (eurodisc) 86 381 IT, 22,– DM

Für Anfänger, die den jamaikanischen Popmusik-Stil Reggae kennenlernen möchten, bietet diese Platte die beste Gelegenheit. Jimmy Cliff ist momentan dessen populärster Interpret. Neben dem kommerziell neuerdings wieder florierenden Rhythm & Blues haben viele prominente Pop-Sänger wie Paul Simon („Simon & Garfunkel“), Cat Stevens und Mick Jagger das Reggae-Idiom für sich entdeckt, weil es jetzt noch genauso vital, unverfälscht und unkompliziert ist wie der Rock ’n‘ Roll in seinen Anfängen. Jedenfalls nichts für Liebhaber von Schwermetall-Rock und 5 000-Watt-Verstärkeranlagen.

The Beach Boys: „Holland“; Reprise REP 54 008, 22,– DM