Der Berater haftet

Ein aufsehenerregendes Urteil (II ZR 82/71) fällte der Bundesgerichtshof, Wenn ein Anlageberater einen Kunden dadurch falsch berät, „daß dem Beratenden Tatsachen nicht offenbar werden, die den erteilten Rat bedenklich erscheinen lassen,“ kann der Anlageberater haftbar gemacht werden. Im vorliegenden Fall war einem Journalisten von den Mitinhabern einer Privatbank eine Beteiligung an einer Spielwarenfabrik empfohlen worden, wobei ihm verschwiegen wurde, daß sie bereits zweimal mit Verlust abgeschlossen hatte. Der Schadensersatz betrug jedoch nur 75 Prozent. Den Rest muß der Geschädigte selber tragen, weil er nach Ansicht des Bundesgerichtshofes ein Mitverschulden trägt, indem er dem Rat blindlings vertraute.

Deutsch-kanadische Steuerfalle

Nach der Neuregelung des revidierten deutschkanadischen Doppelbesteuerungsabkommens unterliegen Zinsen aus grundpfandrechtlich gesicherten kanadischen Schuldverschreibungen im Gegensatz zur früher gültigen Regelung (Besteuerung nur in Kanada) auch der deutschen Besteuerung. Die 15prozentige Quellensteuer wird in der Bundesrepublik jedoch voll angerechnet.

Sparbriefe mit steigenden Zinsen

Einen Sparbrieftyp mit steigendem Zinssatz bietet die Bayerische Hypotheken- und Wechsel-Bank in München seit dem 1. März an. Der Zinssatz dieser Variante beträgt in den ersten vier Jahren 7,5 Prozent, im fünften Jahr acht Prozent, im sechsten Jahr zehn Prozent. Der Durchschnittszinssatz stellt sich für die Gesamtlaufzeit auf acht Prozent.

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