Eine ungute Koalition zwischen kurzsichtigen Besitzenden und eifernden Superlinken in der eigenen Partei fürchtet Philip Rosenthal, SPD MdB und Vermögensbildungs - Experte.

Der Grund: Die linken Genossen wollen zunehmend auf die Vermögensbildung verzichten und peilen statt dessen eine Umverteilung zugunsten öffentlicher Investitionen an.

Daß sich auf dem SPD Parteitag eine Mehrheit gegen die Vorstellungen der Parteiführung über die Vermögensbildung ergeben könnte, fürchtet auch der SPD- Vorsitzende von Baden Württemberg, Minister Erhard Eppler. Eppler meint, wenn die Vermögensbildung nicht angepackt werde, dann sei zu erwarten, daß (unter dem Druck der FDP) die Sparförderung nicht abgebaut werde.

Just das aber sei nicht das angestrebte Ziel. Denn schließlich sei es recht absurd, daß die Arbeitnehmer mit ihren Steuern die eigene Sparförderung besorgten. Die vom Staat für die Sparförderung ausgegebenen Gelder könnten sinnvoller genutzt werden. Allerdings sei dies nur möglich, wenn man Ä "iÄrbehnehrfltewäber die Verjmögensbildung Eigen turn artt PjrodufaiWerraSgen über trage.

Zunächst hieß es im Wirtschaftsministerium, Minister Hans Friderichs sei verärgert darüber gewesen, daß BDI Präsident Hans Günther Sohl den Kanzler" besuchte, zumal über den Inhalt des knapp halbstündigen Besuchs so gut wie nichts bekannt wurde. Angeblich hat Sohl den Kanzler über internationale Energiefragen unterrichtet. Inzwischen sickerte aus dem Friderichs Ministerium durch, der Minister habe überhaupt keinen Wert darauf gelegt, mit Sohl zu parlieren.

Hermann Josef Abs, Altbankier und Inhaber vielfacher Aufsichtsratsposten, auch in diversen Unternehmen mit Bundesbeteiligung, wird wohl einen Kommandoposten abgeben müssen: den Vorsitz im Verwaltungsrat der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KW).

Abs war erst kürzlich Gegenstand einer Anfrage im Bundestag. Der SPD Abgeordnete Karl Heinz Hansen wollte wissen, ob es zutreffe, daß Abs "unter Ausnutzung seines Amtes" als KW Vorsitzender während eines offiziellen Besuchs in Indien Gesetzesvorhaben der dortigen Regierung kritisiert habe, mit denen Indien mehr Einfluß iuf die Privatwirtschaft und auf ausländische Firmen nehmen will.