Der Wortführer der Frankfurter Stamokap-Gruppe unter den Jungsozialisten, Rainer Eckert, und 29 seiner Anhänger sind am Montag aus der SPD ausgetreten. Er und 19 Ex-Jusos beantragten gleichzeitig die Aufnahme in die DKP. Zur Begründung sagte Eckert, wer in der SPD konsequent gegen das Großkapital kämpfe, werde behindert und mit beschämenden Mitteln diffamiert.

Gut zwei Wochen nach dem Bundeskongreß der Jusos in Bonn und vor dem SPD-Parteitag in Hannover haben damit die Auseinandersetzungen in der Nachwuchsorganisation der SPD wenigstens teilweise ein Ende gefunden. In Bonn begrüßten die Bundesvorstände der SPD und Jungsozialisten den Austritt der Stamokap-Gruppe, für die der Staat in der Bundesrepublik lediglich ein Erfüllungsgehilfe des Monopolkapitals ist. Wirtschaftsinteressen und staatliche Macht durchdringen sich in den Augen dieser Marxisten zu staatsmonopolistischem Kapitalismus – woraus sich der Name der Gruppe ableitet.

Der SPD-Bundesgeschäftsführer Börner hatte den radikalen Jusos schon nach dem Bundeskongreß, auf dem sie deutlich in der Minderheit gewesen waren, den Austritt aus der Partei nahegelegt.