Rolls Royce Motors, die Automobil- und Dieselmotorabteilung des 1971 in Konkurs geratenen Rolls Royce-Konzerns, wird versteigert. Ohne einen erwarteten Kaufpreis zu nennen, lud Konkursverwalter Rupert Nicholsen zahlungskräftige Käufer ein, bis Anfang Mai ihre Offerten einzureichen. Jeder kann mitbieten, allerdings sollte der Bieter in der Lage sein, die Kaufsaumme – von Experten auf rund 40 Millionen Pfund geschätzt – in bar bis zum 11. Mai zu entrichten.

Ausländer dürfen Rolls Royce zwar kaufen, aber den renommierten Namen nicht verwenden. Das Markenzeichen, eines der Hauptaktiva des Unternehmens mit einem geschätzten Wert von 20 Millionen Pfund, darf nur weiter gebraucht werden, wenn der neue Rolls-Royce-Besitzer auch weiterhin die Luxusfahrzeuge Silver Shadow, Cornishe und Eagles produziert.

Die Chancen stehen recht gut, daß Rolls Royce den Briten erhalten bleibt. British Leyland lieferte bereits Teile für die Luxuskarossen aus Crewe und verkaufte Rolls-Royce-Modelle teilweise über ihr Händlernetz. Sollten die einlaufenden Angebote nicht den Erwartungen des Konkursverwalters entsprechen, bleibt die Möglichkeit, die Gesellschaft in Form von Aktien an das breite Publikum zu verkaufen. Und das wäre, wie Rupert Nicholsen zugab und wie man bei Rolls Royce offen hören kann, für alle die sympathischste Lösung. Denn eines wäre dann gewiß: Rolls Royce bliebe unabhängig.

Daß Rolls Royce Motors wirtschaftlich lebensfähig ist, ist erwiesen. Im laufenden Jahr wird mit einem Überschuß von vier Millionen Pfund gerechnet. lö