Moskau setzt auf die parlamentarische Mitarbeit der Bruderparteien

Von Horst Bieber

Kuba und noch mehr Chile haben die lateinamerikanischen Ableger des Marxismus-Kommunismus in den Vordergrund eines teils neugierig-applaudierenden, teils ängstlichen Interesses gerückt. Bis zur Wahl des Sozialisten Allende in Chile war der Kommunismus als potentieller Entwicklungsweg zwar bekannt, aber seltsamerweise doch als wenig aussichtsreich und kaum wahrscheinlich betrachtet worden – eine an sich erstaunliche Haltung, hat sich doch gerade in Südamerika genug sozialer Zündstoff für eine revolutionäre Explosion angesammelt.

Umgekehrt mag die Skepsis sehr wohl Ergebnis des bisher äußerst mangelhaften Erfolges südamerikanischer Linksbewegungen sein

Die schwarz-weiß malenden oder apologetischen Darstellungen der chilenischen Praxis haben diesen Widerspruch nicht aufgeklärt. Auch die wenigen Versuche, das chinesische Modell auf seine Anwendbarkeit in Lateinamerika zu überprüfen, haben die relative Erfolglosigkeit der Kommunisten nicht erklären können.

Fehlende Basis

Einen ersten und auf Anhieb gelungenen Versuch, die Entwicklung auf dem ganzen Kontinent darzustellen, hat Boris Goldenberg vorgelegt: