Mehr als das von den Ergebnissen des letzten Jahres nicht nennenswert abweichende Zahlenwerk interessiert die Frage, wann der Duisburger Maschinenbaukonzern nun im sicheren Hafen von Mannesmann landen wird. Bis jetzt ist nur bekannt, daß der Düsseldorfer Röhrenriese 31 Prozent vom Demag-Kapital erhält. Aber schon in der Hauptversammlung Anfang Juli wird Mannesmann-Chef Egon Overbeck, die Leitung des Aufsichtsrats übernehmen und im Herbst wird spätestens die Brüsseler Zustimmung zum Zusammengehen der beiden Unternehmen erwartet.

Für die Demag ist das Zusammengehen mit einem stärkeren Partner unerläßlich. Mit einem Jahresumsatz von 1,73 Milliarden Mark (+4 Prozent) ist die Demag im internationalen Konkurrenzkampf einfach zu klein.

Nach der Belebung im Investitionsgüter-Geschäft und der Kapitalerhöhung im letzten Jahr konnte die Ausschüttung einer unveränderten Dividende von acht Mark pro Aktie diesmal keine Überraschung sein. Die Kapitalerhöhung, durch die dem Unternehmen insgesamt 129 Millionen Mark zuflössen, trug zu einer wesentlichen Verbesserung des Bilanzbildes bei. Der Eigenkapitalanteil in Relation zur Bilanzsumme stieg von 23 auf 35 Prozent; an Bankkrediten konnten 200 Millionen Mark zurückgezahlt werden.

Erfolgreichster Geschäftszweig war ein weiteres Mal der Bereich Fördertechnik; im verlustreichen Kunststoffmaschinen-Geschäft hofft Demag – günstige Bedingungen vorausgesetzt – erstmalig auf ein ausgeglichenes Ergebnis. Durch das Stabilitätsprogramm und insbesondere die Investitionssteuer sind Prognosen riskant. Interessanterweise gingen bei der Demag die im Februar und März lebhaften Auftragseingänge schon Mitte April wieder, also einige Wochen vor den Bonner Beschlüssen, zurück. Eg.