Frankreich wünscht nicht, daß die Europäische Gemeinschaft in den atlantischen Wirtschafts- und Verteidigungsfragen einheitlich gegenüber den Vereinigten Staaten auftritt; die neun Länder sollten einzeln mit Washington verhandeln. Diese Sorge um die Souveränität Frankreichs beherrschte das zweitägige Außenministertreffen der EG am Montag und Dienstag in Luxemburg.

Die Minister einigten sich darauf, noch im Juni in einer zweiten Begegnung die Differenzen beizulegen, die sich aus Frankreichs Haltung ergeben. Bis Ende des Monats soll eine gemeinsame Marschroute für die im September in Tokio geplante „Nixon-Runde“ festliegen:

Die Neun einigten sich ferner darauf, 44 afrikanische und karibische Staaten zu Assoziierungs-Gesprächen mit der EG einzuladen. Unter den 44. Ländern sind 18 afrikanische, die bereits Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft besitzen, doch müssen sie neu ausgehandelt werden. Die Verhandlungen sollen am 25. Juni in Brüssel beginnen.