• Was spricht gegen den Ausbau der Saar?

Schröder: Durch den Saar-Ausbau entstehen volkswirtschaftliche Nettokosten von 712 Millionen Mark, beim Saar-Pfalz-Kanal wären es sogar 1,87 Milliarden Mark gewesen – in Preisen von 1972.

  • Die Befürworter des Kanals sagen aber, daß damit neue Arbeitsplätze geschaffen werden.

Schröder: Das stimmt. Dadurch, daß die Wettbewerbssituation der Stahlindustrie an der Saar günstiger wird, werden bis 1985 rund 10 000 neue Arbeitsplätze geschaffen. Wenn Sie die volkswirtschaftlichen Nettokosten damit vergleichen, dann kostet jeder Arbeitsplatz 71 000 Mark, wiederum in Preisen von 1972.

  • Könnten Sie uns eine Vergleichszahl nennen?

Schröder: Im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur wird damit gerechnet, daß mit rund 20 000 Mark – oder sogar noch weniger – Arbeitsplätze gefördert werden können. Das ist ja auch im Saarland bisher erfolgreich geschehen.

  • Würde man diese 10 000 Arbeitsplätze nicht auch dadurch schaffen können, daß man, statt die Saar zu kanalisieren, andere Verkehrswege ausbaut?