Die beiden Instanzen, die den Watergate-Skandal durchleuchten, sind miteinander in Streit geraten. Der Sonderankläger des US-Justizministeriums, Fox, forderte am Montag Senator Ervin auf, die Hearings des Senatsausschusses für mindestens drei Monate auszusetzen, weil die öffentlichen Anhörungen seine Ermittlungsarbeit in der Spionage-Affäre gegen die Demokraten erschwerten.

Ervin entgegnete scharf, das amerikanische Volk könne nicht warten, „bis die Justiz auf ihren bekanntlich bleiernen Füßen ihren Weg gegangen ist“.

Der Nixon-Administration warf der Senator vor, sie habe mit „Gestapo-Methoden“ versucht, Regierungsgegner auszuspionieren. Beweismittel sind, Ervin zufolge, die Unterlagen, die der frühere Rechtsberater des Präsidenten, Dean, entwendet hat. Das Volk, sagte Ervin, wäre schockiert, wenn es von diesen Plänen erführe. Mögliche Absichten, den Präsidenten selber vorzuladen, hat Nixons Pressesprecher Ziegler als mit der Gewaltenteilung unvereinbar bezeichnet.