Im Alter von 66 Jahren verstarb am 30. Mai der Journalist Christoph Wolff in Hamburg. Der promovierte Jurist und approbierte Arzt gehörte zu den Begründern des modernen Wissenschaftsjournalismus in Deutschland. Seit 1947 schrieb er in der WELT über aktuelle Fragen aus Naturwissenschaft und Technik, von 1959 bis 1971 leitete er das Wissenschaftsressort dieser Tageszeitung. Mit seiner ausgeprägten Begabung, sich in komplexe Probleme einzulenken und sie dann vor seinen Lesern transparent zu machen, genoß Christoph Wolff nicht nur bei Laien hohes Ansehen: Physiker, Biochemiker und andere Spezialisten glaubten nach der Lektüre seiner ausgewogenen, zusammenfassenden Artikel oft, daß sich hinter dem Kürzel C. W. ein Fachkollege verberge. Für viele Journalisten aber war er ein vorurteilsfreier, kritischer Lehrmeister. M. G.