In der Watergate-Affäre sind die Vorgeplänkel vorbei. Die Schlüsselfiguren des Skandals – als erster John Dean, Nixons früherer Rechtsberater – sagen vom nächsten Dienstag ab vor dem Untersuchungsausschuß des Senators Ervin aus.

Dean wurde in der vorigen Woche von Jeb Magruder, dem stellvertretenden Leiter des Komitees für die Wiederwahl Nixons (1972), belastet, ebenso der frühere Justizminister John Mitchell. Beide, so Magruder, hätten den Einbruch und die Installierung von Abhörgeräten vor einem Jahr im demokratischen Hauptquartier sowie die späteren Vertuschungsversuche maßgeblich geplant.

Magruder beteuerte, nach seinem Wissen habe der Präsident „keine Kenntnis von unseren Fehlern in dieser Sache“ gehabt. Nixon habe seinen Mitarbeitern vertraut. Unter Eid erklärte Magruder jedoch, daß der ehemalige Handelsminister Stans eine Woche nach dem Einbruch voll informiert gewesen sei.

Der 65 Jahre alte Maurice Stans, im Wiederwahl-Komitee der spendeneintreibende Finanzchef, will erst im März 1973 von den Vorgängen erfahren und nicht einmal gewußt haben, daß Wahlspenden als Schweigegelder verwendet wurden.