Hervorragend:

„Sieben Chancen“ von Buster Keaton, der sieben Millionen erben soll, wenn er bis abends sieben Uhr verheiratet ist. Zuerst sucht er vergeblich eine einzige Braut, dann, auch fast vorgeblich, sich tausender zu erwehren; gerade noch rechtzeitig: Happy-End. Buster, das „stoned face“, der große Arglose, Clown, Akrobat, ein Stehaufmännchen, immer knapp am Tod vorbei, immer fast ein Pechvogel, immer auf der Flucht: komische, rührende, lustige, beängstigende Welteroberungen mit der Lauterkeit eines unschuldigen Kindes. Berühmt geworden ist seine Flucht vor 1500 Pappmaché-Felsbrocken einen Abhang hinunter. In den „Lupe“-Kinos. WD

„Die letzte Vorstellung“ von Peter Bogdanovich. „Der diskrete Charme der Bourgeoisie“ von Luis Buñuel. „Atalante“ und „Zéro de Conduite“ von Jean Vigo.

Im Fernsehen: „Die Sage von Anatahan“ (Japan 1953) von Josef von Sternberg (Hessen III 22. Juni). „Kinder des Olymp“ (Frankreich 1943/45) von Marcel Carné (ZDF 22. und 23. Juni). „Dillinger ist tot“ (Italien 1968) von Marco Ferreri (Südwest III 23. Juni). „Nanook of the North“ (USA 1922) von Robert Flaherty (Nord III 23. Juni). „Nicht versöhnt oder Es hilft nur Gewalt, wo Gewalt herrscht“ (BRD 1965) von Jean-Marie Straub (West III 27. Juni). „Der junge Mr. Lincoln“ (USA 1939) von John Ford (Hessen III 28. Juni).

Sehenswert:

„Schuld und Sühne“ von Lev Kulidschanov ist trotz Überlänge und Breitwandformat keine vordergründig-dekorative Literaturverfilmung, sondern eine kammerspielartige Umsetzung von Dostojewskis Roman. Auskalkulierte Beleuchtungen schaffen eine stilistische Einheit, Nahaufnahmen eine spannungsvolle Intensität. Georgi Taratorkin spielt den Raskolnikoff mit nervöser Gespanntheit. WOR

„Tschetan, der Indianerjunge“ von Hark Böhm (siehe Seite 24). „Ein Schuß Sehnsucht – Sein Kampf“ von Lothar Lambert und Wolfram Zobus. „So gute Freunde“ von Otto Preminger. „Soul to Soul“ von Denis Sanders. „Betrogen“ von Donald Siegel.