Die Nato will die Bündnisbeziehungen im Zeichen der Entspannung neu ordnen. Zugleich strebt sie Abmachungen an, die bei niedrigerem Streitkräfteniveau unverminderte Sicherheit für beide Seiten gewährleisten.

Dies sind die Kernpunkte des Abschlußkommuniqués der Nato-Frühjahrstagung in Kopenhagen. Am vorigen Donnerstag und Freitag konferierten hier die Außenminister des Nordatlantikpakts.

Außenminister Rogers (USA) hatte ein „neues Konzept für die Allianz“ gefordert. Form und Inhalt blieben indes unbestimmt. Insbesondere Frankreichs Widerstand gegen neue Institutionen erlaubte lediglich den Kompromiß, daß sich der Ständige Nato-Rat in Brüssel, das oberste politische Organ, mit dieser Aufgabe befaßt.

Die Europäische Sicherheitskonferenz (Beginn 3. Juli) und die vorbereitenden Gespräche über Truppenabbau (MBFR) in Wien wurden ausdrücklich begrüßt. Lediglich Frankreich unterstützt nicht das Drängen der Nato, daß die MBFR-Konferenz im Oktober beginnen soll, damit die Parallelität gewahrt bleibt.

Noch fehlt aber auf Seiten der Nato ein Programm für die langfristige Konferenz.