Seit langem ist bekannt, daß starke Raucher gegen Erkrankungen der Atemwege besonders anfällig sind. Drei Mediziner der University of Western Australia haben jetzt bei Tierversuchen den Grund gefunden: Der Zigarettenrauch stört die Bildung von Antikörpern.

Besonders die Gewebe der Lunge, der Milz und der Lymphknoten enthielten bei den dem Rauch ausgesetzten Tieren viel kleinere Antikörpermengen als bei den unbehandelten. Die Antikörper stellen eine Reaktion des Organismus auf Fremdstoffe dar. Sie werden als spezifisch auf den jeweiligen Eindringling zugeschnittene Gegengifte gebildet und machen ihn durch Anlagerung unwirksam. Auf der vorsorglichen Bildung dieser Schutzstoffe beruht die Impfung. Können sie nicht in ausreichender Menge erzeugt werden, ist das Abwehrsystem des Körpers gegen Infektionen geschwächt. Vermutlich spielen sie außerdem eine große Rolle in der rechtzeitigen Vernichtung von Krebszellen. Das würde bedeuten, daß zusätzlich zur karzinogenen Wirkung – des blauen Dunstes auch noch das natürliche Kontrollsystem des Körpers gegen diese entarteten Zellen beeinträchtigt wäre. R.