In manchen, vor allem den wärmeren Gegenden unserer Erde sind Holzhäuser ständig der Gefahr ausgesetzt, in hungrigen Termitenmägen zu verschwinden. Diese wenige Millimeter langen Insekten, die wie Bienen und Ameisen hochorganisierte Staaten bilden, ernähren sich vorwiegend von Holz. Dabei bauen sie, um gefahrlos an das ersehnte Futter zu gelangen, unterirdische Gänge und machen keinen Unterschied zwischen vermoderten Bäumen und Holz in Gebäuden. Mit Gift ist ihnen nicht leicht beizukommen.

Der Entomologe Raimon Beard aus New Haven (USA) fand nun in einigen Ameisenarten natürliche und sehr wirksame Feinde der Termiten. So hat er bei einem Experiment eine bestimmte Art Ameisen, die in verrotteten Baumstümpfen lebt, zu einer blühenden Termitenkolonie in seinem Labor gesetzt. Schon nach zwei Stunden war keine Termite mehr zu sehen, dafür begannen die Ameisen bereits, ihre Puppen und Eier einzutragen und das Nest zu übernehmen. Inzwischen sind erste Freilandversuche in Indien positiv verlaufen, so daß diese neue, umweltfreundliche Methode wohl bald allgemein angewandt werden kann. K.