Urlaubsgeld zurück: Halten Reiseunternehmen die in ihren Prospekten gemachten Versprechungen nicht, so können sie in Zukunft zur Kasse gebeten werden. Dies entschied das Frankfurter Oberlandesgericht in Übereinstimmung mit dem Landgericht vergangene Woche in folgendem Streitfall: Ein Geschwisterpaar hatte einen dreiwöchigen Urlaub auf Rhodos gebucht, anstatt in einem Strandhotel der Klasse A wurde es im Stadtinnern in einem Haus der Klasse C untergebracht. Die Beschwerden beim Reiseleiter blieben ohne Erfolg, und so reisten die Geschwister nach einer Woche mit einer Chartermaschine des Reiseveranstalters nach Deutschland zurück. Sie klagten auf Rückzahlung der gesamten Reisekosten, und das Urteil lautete: Da gravierende Beeinträchtigungen den Erholungseffekt des Urlaubs zunichte gemacht haben, muß der Reiseveranstalter den vollen Reisepreis zurückzahlen (Aktenzeichen: 21 U 221/72).

Steigenberger in Bayern: Die "Goldgräberzeit" im Bayerischen Wald scheint vorbei: Der Steigenberger-Konzern zumindest verfügt über das nötige Polster, um seine drei neuen Komforthotels vor einem ähnlichen Pleiteschicksal zu bewahren, wie es andere Objekte noch vor kurzem erlebt haben. Das erste 220-Betten-Sonnenhof-Hotel hatte Ende Mai in Bodenmais seinen Betrieb aufgenommen. Als zweites Objekt folgte jetzt ein Hotel in Grafenau, und im Februar nächsten Jahres wird ein weiteres Sonnenhof-Hotel in Lam eröffnet. Alle drei Hotels verfügen über Bade- und Kureinrichtungen, Fitnessräume und Sportgeräte. Für Kinder sind Spielzimmer und Spielplätze vorgesehen. Die Preise für ein Einzelzimmer rangieren in Bodenmais von 36 Mark (Halbpension, Nebensaison) bis 59 Mark (Vollpension, Hauptsaison).

Alles über DDR-Reisen: Alle wichtigen Informationen und Hinweise für Reisen in das andere Deutschland finden westdeutsche Urlauber in dem Merkblatt: "Reisen in die DDR". Die dritte ergänzte Auflage, welche auch die neuesten DDR-Bestimmungen seit Inkrafttreten des Grundvertrages berücksichtigt, ist seit einigen Tagen an allen Fahrkartenschaltern der Deutschen Bundesbahn, in Reisebüros und Büros der Automobilklubs erhältlich. Neben genauen Angaben, zum Beispiel über die erforderlichen Dokumente, Beschränkungen an einzelnen Grenzübergängen, die Geldmitnahme bei der Einreise und über Ein- und Ausfuhrverbote informiert das Heft auch über Sonderregelungen für die Leipziger Messe. Zum erstenmal wurden in das Merkblatt die Bestimmungen über den grenznahen Verkehr aufgenommen und außerdem Tips gegeben für Tagesbesucher in Ostberlin sowie für Transit-Reisende. – Für Pkw-Touristen ist eine Extrabroschüre "Straßenverkehrsvorschriften DDR und Ostberlin von besonderem Interesse, herausgegeben vom Auto Club Europa (ACE), die eine Zusammenstellung aller gegenüber der BRD abweichenden Verkehrsregeln in der DDR und Ostberlin bietet. Das Heft ist erhältlich an allen ACE-Geschäftsstellen oder schriftlich anzufordern bei der ACE-Hauptverwaltung, 7 Stuttgart 50, Schmidener Straße 233, Telephon (07 11) 56 17 36.

Die Schweiz im Abonnement: Wer hätte nicht Lust, für einen durchschnittlichen Tagespreis, von zehn Mark jeden Winkel der Schweiz zu bereisen? Der Schweizer Ferienpaß berechtigt für 90 sfr (1. Klasse 125 sfr) acht Tage lang zur freien Fahrt auf dem rund 9000 Kilometer umfassenden Streckennetz der Schweizer Bundesbahn. Wer die Schweizer Seen- und Gebirgswelt noch etwas länger genießen möchte, kann dieses Generalabonnement auch auf 15 Tage beziehungsweise einen Monat verlängern. Erhältlich ist der Schweizer Ferienpaß in allen Reisebüros oder Schweizer Verkehrsbüros; allerdings muß er vor Antritt der Reise erworben werden.