Englands Verbraucherverbände schlugen Alarm. Vergangene Woche protestierten sie gegen die Preispolitik des holländischen Bekleidungskonzerns C & A. In den C & A-Läden auf der britischen Insel gelten fünf Pennies als kleinste Preiseinheit. Die Verkäufer bei C & A, so die Verbraucher, seien nicht einmal bereit, den Kupfer-Penny in Zahlung zu nehmen.

Der Protest kommt reichlich verspätet. Denn C & A hat bereits vor vier Jahren die Preise abgerundet. Damals, so rechtfertigte die Konzernleitung ihr Vorgehen, habe man im Vorgriff auf die Dezimalisierung den Penny abgeschafft und die Preise auf "den nächsten Shilling" abgerundet (seit der Dezimalisierung entspricht ein Shilling fünf neuen Pennies),

Freilich verspricht sich C & A noch weitere Vorteile durch die Abschaffung des Pennies. Der englischen Wirtschaftszeitung Financial Times gegenüber gaben C & A-Manager zu verstehen, durch die Aktion sei man konkurrenzfähiger geworden. Der Verzicht auf den Penny machte sich nämlich in der Kostenrechnung positiv bemerkbar; "die Verwaltung und Kassenführung" wurde billiger.

Dieses Argument wollen die Konkurrenten nicht gelten lassen. Als Antwort auf den Verbraucherprotest ließen die C & A-Wettbewerber, Marks and Spencer und Etam, wissen, daß ohne Pennies keine "flexible Preispolitik möglich ist". Im derzeitigen Preisklima sei diese Münze sogar eine der spürbarsten Waffen im Arsenal der Einzelhändler. ei