Wenn Sie Schallplatten kaufen, dann – Unbedingt:

Harry Nilsson: "A Little Touch of Schmilsson in the Night"; RCA APL 1-0097 (LSP), 22,– DM

Auf seiner Reise zurück ins Märchenland der Nostalgie entdeckte der amerikanische Sänger Harry Nilsson populäre Standard-Songs von den zwanziger bis zu den späten fünfziger Jahren, Kompositionen wie Irving Berlins "What’ll I do?", Gus Kahns "It had to be you" und Dooley Wilsons "As Time goes by", die er fast ausnahmslos besser und intensiver singt als deren originale Interpreten. So hat beispielsweise Maurice Chevaliers Version von "For me and my gal" viel eher Camp-Charakter als die von Harry Nilsson, und seine leicht ironische Interpretation von "Makin’ Whoopee" gibt diesem Song – der immerhin von Nat "King" Cole, Frank Sinatra und Ray Charles gesungen wurde! – einige originelle Nuancen.

Nach Möglichkeit:

Toots & the Maytals: "Funky Kingston"; Dragon/Ariola 87 162 IT, 22,– DM

Während Sänger-Komponisten wie Johnny Nash oder Bob Marley neuerdings Konzessionen an den weißen Pop-Geschmack machen, um größere Popularität zu erlangen, singen Toots & the Maytals weiterhin jenen unverfälschten Reggae-Stil, der durch den 2-4-Beat von Baßtrommel und Baßgitarre so ungemein mitreißend wirkt. Sämtliche Kompositionen der Platte haben die Qualität der besten Songs von Otis Redding und Sam Cooke. Eine trotz ihrer Simplizität ähnlich vitale Musik spielten nur die Rhythm & Blues-Interpreten und die Rock ’n’ Roller der fünfziger Jahre.

Phil Everly: "Star Spangled Springer"; RCA APL 1-0092 (LSP), 22,– DM