Mit einem fast an Ostblock-Zahlen erinnernden Abstimmungsresultat von 78,4 Prozent hat sich am Wochenende die griechische Militärregierung die Abschaffung der Monarchie und die Einsetzung von Oberst a. D. Papadopoulos zum Staatspräsidenten auf sieben Jahre bestätigen lassen. Vizepräsident wurde der Oberbefehlshaber der Streitkräfte, General Odysseus Angelis, der damit noch einmal die Machtbasis der seit dem 21. April 1967 amtierenden "Revolutionsregierung" absicherte.

Für die 5 732 000 wahlberechtigten Griechen bestand Wahlpflicht. Dennoch stimmten nur 4 920 333 mit gültigen Zetteln ab, 1 064 300 von ihnen gegen die Verfassungsreform. Diese Nein-Stimmen stammten vor allem aus Athen und den anderen großen Städten des Landes, wo die Abstimmung relativ geheim vor sich gehen konnte. Die Regierung bekam dort zum Teil nur knapp 50 Prozent der Stimmen. Dagegen meldeten die ländlichen Bezirke häufig bis zu 100 Prozent Ja-Stimmen.

Oppositionsvertreter berichteten, in vielen ländlichen Wahllokalen hätten keine Nein-Stimmzettel ausgelegen, oder es sei keine Geheimwahl möglich gewesen.