Die Anlaufstelle für Neuankömmlinge ist Jim Keogh, Chef des Discount Office in der Bank von England und traditionell auch Kontaktmann zu den Ausländern. Bevor eine Bank Geschäfte macht, möchte die Notenbank sicher gehen, daß der Neuling die Devisenkontrollen beherrscht. Die beste Gewähr dafür ist das Engagement eines erfahrenen Mannes aus der City. Natürlich soll sich der newcomer auch sonst in die Gepflogenheiten der City einfügen. Auch dafür ist ein heimischer Ratgeber die beste Lösung. Die Old Lady sieht eben gern ein vertrautes Gesicht im neuen Institut.

Dies ist die Chance für Gentlemen im Pensionsalter. Mr. Keogh, so weiß man in der City, hat eine Liste mit Namen von Bankiers, die für diesen Job in Frage kommen und verfügbar sind. Sie raten und repräsentieren, nehmen die jungen schnieken Herren aus Frankfurt oder Düsseldorf ein Weilchen an die Hand und bessern ihre eigenen Finanzen beim Übergang in den Ruhestand auf. Die Bank von England will nicht in den Verdacht geraten, hier Sinekuren zu vergeben. "Wir sind keine Stelle für Arbeitsvermittlung", betont ein Sprecher, "aber wir helfen natürlich allen Neuankömmlingen mit Rat und Tat."

Wilfried Kratz