Das durch die verschiedenen Nixon-Schocks politisch und wirtschaftlich angespannte Verhältnis zwischen Washington und Tokio hat sich deutlich verbessert. Präsident Nixon empfing den japanischen Ministerpräsidenten Tanaka im Zeichen der Anerkennung Japans als gleichwertigen, nicht nur pazifischen, sondern auch weltpolitischen Partner.

Nixon sprach sich für eine verstärkte Zusammenarbeit zwischen den USA, Japan und Westeuropa aus und unterstützte die Aufnahme Japans als ständiges Mitglied in den UN-Sicherheitsrat. Der Präsident gab auch die Zusage, daß die USA in Asien eine "angemessene Abschreckungsmacht" aufrechterhalten werden. Außerdem sollen die amerikanischen Ausfuhrkontrollen für Sojabohnen bis zum Herbst aufgehoben werden.

Tanaka erklärte sich seinerseits bereit, Japan in erhöhtem Maße an der Wiederaufbauhilfe für Indochina zu beteiligen, zur Liberalisierung des Welthandels beizutragen und durch gesteigerte Importe und höhere Sozialausgaben den Handelsbilanzüberschuß zu reduzieren.