Pornographie heißt wörtlich, aus dem Griechischen übersetzt, "Huren-Schreibe". Es ist nie ganz geklärt worden, ob dabei über Huren geschrieben wird oder ob (was nach den Mustern "Biographie" und "Geographie" unwahrscheinlich wäre) die Huren selber schreiben. Gleichviel: die über die Huren hinaus erweiterte Bedeutung, die das Wort in der aktuellen Diskussion hat, ist klar genug. Und die Frage heißt nun, ob Pornographie von einem Staat geduldet werden kann.

CONTRA:

1. Diese Schweinereien wollen wir (Männer) von unseren Frauen und Kindern fernhalten.

2. Die Intimsphäre, das letzte. Reservat der anderweitig bald nur noch als Datum für EDV-Maschinen registrierten Persönlichkeit, sollte so stark wie möglich geschützt werden.

3. Pornographie ist unästhetisch, ist sexueller Kitsch – wo sie nicht Kunst ist.

4. Pornographie hat einen "Praxisbezug". Wer sich an Pornographischem freut, vergewaltigt auch (wenn er anders seine De-Sade-Träume nicht verwirklichen kann).

5. Pornographie ist widernatürlich.