Der unhandliche und empfindliche Gipsverband wird wohl bald der Vergangenheit angehören. Das jedenfalls glauben amerikanische Wissenschaftler der Firma Merck Sharp and Dohme, die eine neue Methode zum Schienen von gebrochenen Gliedern entwickelt haben. Sie basiert auf einem neuartigen Plastikmaterial und soll viele Vorteile bieten.

Die Bruchstelle wird zunächst mit einem Trikot bedeckt, das dann mit einem in speziellem lichtempfindlichen Kunstharz getränktem Fiberglasband umwickelt wird. Danach wird der Kunstharzverband für einige Minuten einer ultravioletten Strahlung ausgesetzt; dabei erhärtet die Substanz, die so das gebrochene Glied stillegt.

Der Verband wiegt nur die Hälfte einer Gipsschiene, ist aber dreimal stabiler. Außerdem ist er wasserfest, unter der Kleidung unauffälliger und läßt sich nach der Heilung leicht wieder abschälen.

Das neue Verfahren ist ein Jahr lang an mehreren amerikanischen Krankenhäusern getestet worden und hat vorzügliche Resultate erbracht.

R.K.