Napoleon war darauf trainiert, auch während der heikelsten Feldzugsituationen auf mitgeführtem Bärenfell ganz schnell mal ein Viertelstundennickerchen zu machen und danach sofort wieder frisch zu sein wie nach einem Achtstundenschlaf.

Kant verhielt sich seinen körperlichen Beschwerden gegenüber so, "als ob sie mich nichts angingen", und schrieb ein Traktat darüber: "Von der Macht des Gemüts, durch den bloßen Vorsatz seiner krankhaften Gefühle Meister zu werden."

Wilhelm von Humboldt verkündete schon zu Anfang des vorigen Jahrhunderts, es werde eine Zeit kommen, wo es als Schande gelte, krank zu sein, und wo Krankheit als der beschämende Beweis verkehrter Gedanken gelten werde.

Den Kurzschlaf beherrschen wie Napoleon, sich gesundphilosophieren wie Kant und Humboldt – wer möchte das nicht! Muß man dazu ein Genie sein? Keineswegs. Man muß nur lesen, was schon seit Monaten so viele Leute lesen – wenn man den Autoren Glauben schenken darf, die gleich mit zwei Bestsellern auf den Listen stehen:

Hannes Lindemann: "Autogenes Training"; Bertelsmann Ratgeberverlag, München; 160 S., 14,80 DM.

Gisela Eberlein: "Gesund durch Autogenes Training"; Econ Verlag, Düsseldorf; 128 S., 12,– DM.

Beiden Büchern zumindest an die Seite zu stellen, wenn nicht vorzuziehen, ist ein drittes, mit mehr Information für weniger Geld: