Höchstsätze für Spareinlagen

Das Essener Bankhaus Centrale Credite AG hat seine Zinssätze für Spareinlagen und Sparbriefe weiter heraufgesetzt. Für Spareinlagen mit gesetzlicher Kündigung werden jetzt 7 1/2 (bisher 6) Prozent geboten, bei vereinbarter Kündigung von 12 Monaten nunmehr 8 1/2 (bisher 7) Prozent und bei vierjähriger Laufzeit 9 1/2 (bisher 8) Prozent. Wie die Bankleitung dazu mitteilt, will sie mit der Zinserhöhung der nachlassenden Sparneigung begegnen. In Fachkreisen sieht man diesem Zinsexperiment mit Spannung entgegen.

Bundesbankschätze nicht unter 5000 Mark

Eine Herabsetzung des Mindestnennbetrages der sogenannten Bundesbankschätze auf unter 5000 Mark ist von der Bundesbank nicht beabsichtigt. Eine Verringerung der Mindestbeträge würde – so erklärte der parlamentarische Staatssekretär im Bundesfinanzministerium, Konrad Porzner – die Bundesbank wegen der Ausweitung der zu bearbeitenden Fälle in arbeitstechnische Schwierigkeiten bringen. Porzner wies darauf hin, daß die Bundesbankschatzbriefe nicht primär der Schaffung attraktiver Anlagemöglichkeiten für die Sparer gedacht seien, sondern in erster Linie der allgemeinen Zinsbeeinflussung dienen.

Gewinnträchtige Reichsmark-Aktie?

Seit Jahresbeginn ist der Wert für die Riebeck’sche Montan-Aktie (Nennwert 100 Reichsmark) von 110 auf rund 165 Mark gestiegen. Hier handelt es sich um ein Prozeßpapier, das im Zusammenhang mit der Liquidation des alten IG Farben-Konzerns eine Rolle spielt. Seit 10 Jahren sind hier schon drei Prozesse geführt worden. Dabei geht es um die Abfindung der freien Aktionäre, die etwa 9 Prozent von 75 Millionen Reichsmark halten. Die Oppositionsgruppe fordert eine Abfindung von 400 Mark für 100 Reichsmark; an der Börse hält man angeblich einen Abfindungssatz von 220 Mark für realistisch. Möglicherweise kommt es zu einem außergerichtlichen Vergleich. Im Augenblick scheint hier gezielt gekauft zu werden.

Osec Petroleum drängt an die Börse

Die ehemalige Schantung Handels-AG, Berlin, die jetzt unter Osec Petroleum AG, München, firmiert, rechnet damit, daß die seit Mai 1972 ausgesetzte Börsennotierung im Herbst in Frankfurt wieder aufgenommen werden wird. Der dazu erforderliche Börsenprospekt wird zur Zeit vom Münchener Bankhaus H. Aufhäuser bearbeitet. Das Aktienkapital von zur Zeit 13 Millionen Mark befindet sich zu 14 Prozent bei dem griechischen Reeder Onassis.