• Die Kommission der Europäischen Gemeinschaften hat ähnlich wie die USA bei Agrarexporten restriktive Maßnahmen für die Ausfuhr von Hart- und Weichweizen eingeführt. Greift diese protektionistische Maßnahme in bestehende Verträge ein?

Stöhr: Nein. Dies gilt nicht für bereits erteilte Lizenzen – im Gegensatz zu dem Vorgehen der USA. Was bereits an Lizenzen genommen worden ist, kann abgewickelt werden.

  • Und was bedeutet die jetzt verhängte Beschränkung für spätere Lieferungen?

Stöhr: Die Laufzeit der Lizenzen beträgt 30 Tage. Wenn die bis 7. August beantragten Exportlizenzen abgelaufen sind, haben wir praktisch einen totalen Exportstopp. Es wird kein Weizen mehr aus der EG exportiert werden können.

  • War es noch möglich, rasch Lieferungen zu vereinbaren?

Stöhr: Nein. Der Beschluß der Kommission kam unter strengster Geheimhaltung zustande und wurde in der Nacht von Montag auf Dienstag voriger Woche wirksam, ohne daß jemand etwas davon ahnen konnte. Es gab also keine Möglichkeit, noch rasch Lizenzen zu nehmen.

  • War diese Maßnahme notwendig?