Die 19. Konferenz der 32 Staaten des Commonwealth in Ottawa ist so wenig spektakulär zu Ende gegangen, wie sie begonnen hatte. Der britische Premierminister Heath verließ Kanada bereits einen Tag früher, um an einer Segelregatta teilzunehmen und unterstrich damit nur noch einmal mehr, daß Großbritannien endgültig die Führungsrolle unter seinen ehemaligen Kolonien aufgegeben hat.

Dank der geschickten Regie des kanadischen Premierministers Trudeau kam es diesmal nicht, im Gegensatz zu der vorangegangenen Konferenz in Singapur, zu konfliktgeladenen Zusammenstößen. Selbst das Thema Rhodesien erschien in dem glatten Kommuniqué in vorsichtigen Formulierungen. Darin ist lediglich ein Bekenntnis zur Mehrheitsregierung und die Forderung nach Entlassung der politischen Gefangenen enthalten.