Wenn Sie Schallplatten kaufen, dann – Unbedingt:

Béla Bartók: "44 Duos für zwei Violinen"; Sándor Végh, Alberto Lysy; Telefunken SAT 22542, 22,– DM

Bartóks Violinduos haben ähnliches Format wie die mittleren Bände des "Mikrokosmos". Herrliche Musik, mit dem minimalen Aufwand eines halben Streichquartetts zu Kunst gemachte Folklore. Gegenüber der zweifellos hervorragenden Suk-Gertler-Aufnahme (Eurodisc) ist von Végh-Lysy noch mehr musikalisches Engagement und technisch ähnlich Zuverlässiges zu hören.

Nach Möglichkeit:

Johann Sebastian Bach: "Magnificat" und "Kantate Nr. 110 ‚Unser Mund sei voll Lachens’"; Tölzer Knabenchor, Collegium aureum, Leitung: Gerhard Schmidt-Gaden; BASF, harmonia mundi 2021584-9, 20,– DM

Bachs Magnificat "historisch", mit niedrigem Kammerton, Darmsaiten, Clarintrompeten und Knabenstimmen – das klingt – auch dank der vorzüglichen Aufnahme in der oberbayrischen Pfarrkirche Lenggries – nicht schmächtig oder steril, sondern glanzvoll farbig und mächtig wie selten sonst.

Wolf gang Amadeus Mozart: "Sinfonien D-dur KV 297 (Pariser) und D-dur KV 385 (Haffner)"; Bamberger Symphoniker, Leitung: Hans Schmidt-Isserstedt; Produktion Darnok Bamberg DF 1005, 15,75 DM