IOS-Notiz gestrichen

An der Frankfurter Börse ist die Notiz der IOS-Aktien eingestellt worden. Der Umsatz in den Aktien der IOS-Muttergesellschaft und der IOS-Verwaltungsgesellschaft war so minimal geworden, daß sich eine Notiz nicht mehr lohnte. Der letzte Umsatz geschah in der lOS-Muttergesellschaft zu zehn Pfennigen je Stück (Höchstkurs 40 Mark) und zu 45 Pfennigen bei der Verwaltungsgesellschaft, für die man in lOS-Glanzzeiten 120 Mark gezahlt hatte.

Unfreiwillige Staatsfinanziers

Etwa 200 000 Steuerpflichtige sind gehalten, dem Finanzamt zunächst den Stabilitätszuschlag zu zahlen, obwohl sie vom Gesetzgeber gar nicht mit dieser Abgabe belastet worden sind. Es handelt sich um solche Einkommensteuerpflichtige, die bei der Entgegennahme von Dividenden Kapitalertragsteuer und den gleichzeitig fällig werdenden Stabilitätszuschlag entrichten müssen. Sie bekommen den Zuschlag bei der späteren Veranlagung zur Einkommensteuer dann zurückerstattet, wenn ihr steuerpflichtiges Einkommen unter 48 000 Mark (Verheiratete) oder 24 000 Mark (Ledige) geblieben ist.

Zehnprozenter wurden teurer

Die starke Nachfrage nach zehnprozentigen Papieren hat ihre Kurse jetzt über 100 Prozent steigen lassen. Ein großer Teil der Zehnprozenter ist in den letzten Wochen von Ausländern im Rahmen vorhandener Kontingente erworben worden. Im Ausland dürften jetzt für zehn Milliarden festverzinslicher Papiere aus der Bundesrepublik liegen. Sollte die Rendite eines Tages im Ausland höher sein als bei uns und sollte sich die Oberzeugung durchsetzen, daß mit der Mark keine Währungsgewinne mehr zu erzielen sind, werden diese Papiere mit Sicherheit zurückgegeben. Deshalb wachsen die Bäume bei den deutschen Renten nicht in den Himmel. Vorsichtige Leute bevorzugen aus diesem Grunde sogenannte Kurzläufer, bei denen sich Renditen von knapp zehn Prozent ohne Kursrisiko erzielen lassen.

Henninger Brewery – eine Wachstumsaktie