In seiner zweiten Stellungnahme zum Watergate-Skandal erklärte Präsident Nixon unter anderem:

"Betrachten wir Watergate aus einer größeren Perspektive, dann erkennen wir, daß es durch die Annahme der Betroffenen entstand, daß ihre Überzeugung sie jenseits der Regeln ansiedelte, die auf andere anzuwenden sind und die eine freie Gesellschaft zusammenhalten.

Diese Haltung kann in unserem Lande niemals geduldet werden. Jedoch entstand sie nicht plötzlich 1972. Sie wurde in den sechziger Jahren zur Mode, als einzelne Personen und Gruppen mehr und mehr das Recht in Anspruch nahmen, das Gesetz von sich aus zu bestimmen, und sie darauf bestanden, daß ihre Vorhaben eine höhere Moral darstellten. Damals wurde ihre Haltung von der Presse und auch von einigen unserer Kanzeln aus als Beweis eines neuen Idealismus gepriesen. Die aber, die auf Wahrung der alten Grenzen beharrten und die auf die Notwendigkeit hinwiesen, im Rahmen der Gesetze zu handeln, wurden als Reaktionäre angeklagt.

Dieselbe Haltung verursachte eine Eskalation von Gewalt und Angst, Aufruhr, Brandstiftungen und Bombenattentaten, alles im Namen von Frieden und Gerechtigkeit. Politische Diskussionen verwandelten sich in wütende Debatten. Redefreiheit wurde brutal unterdrückt, als Zwischenrufer diejenigen niederbrüllten oder sogar tätlich angriffen, mit denen sie nicht einverstanden waren.

Die Ansicht, der Zweck heilige die Mittel, hat sich als ansteckend erwiesen. So ist es nicht überraschend, wenn auch bedauerlich, daß einige Leute 1972 diese Moral, die sie selbst zu Recht verurteilten, für sich in Anspruch nahmen und Taten begingen, die keinen Platz in unserem politischen System haben.

Diese Taten können nicht verteidigt werden. Diejenigen, die sich dieser Mißbräuche schuldig gemacht haben, müssen bestraft werden. Aber letzten Endes liegt die Antwort nicht nur in der Einsperrung einiger übereifriger Personen, die irrtümlicherweise dachten, daß ihre Sache die Verletzung des Gesetzes berechtige..."